Kategorien
Uncategorized

Für ein sauberes Berlin

Wir haben mit der Klasse mit sehr viel Spaß beim Plakatwettbewerb teilgenommen und wollen vor allem die Flächen um die Bäume und die Gehwege der Straße säubern, in der unsere Schule liegt. Falls noch Zeit ist, können wir noch den angrenzenden Grünstreifen der Retzdorf-Promenade vom Müll befreien.

Mancher wird schon über die Müllkunst im Stadtbild gestolpert sein: Den Kronkorken mit anderthalb Metern Durchmesser in knalligem Gelb. Er hat sogar den charakteristischen Knick, den so ein Flaschendeckel eben bekommt, wenn man ihn mit dem Öffner abhebelt – und hoffentlich nicht arglos zu Boden wirft. Er liegt auf dem Tempelhofer Feld herum und wird dort als Sitzgelegenheit genutzt.

Sie liegt auf dem Monbijouplatz in Mitte und soll ebenfalls Berliner und ihre Gäste ermahnen, ihren Müll nicht an Ort und Stelle fallenzulassen. Ob es wirkt, ist schwer festzustellen. Es sind aber auch nur zwei „kleine“ Bausteine einer großangelegten Kampagne, mit der die BSR Menschen zu mehr Rücksicht im Umgang mit Müll bewegen wollen.

Das Plakat für den Bezirk „Reinlichendorf“ warb um die aufgerauchte Kippe einer Seniorin. Und Das Motiv „Verschöneberger“ regte an, dass die Hochzeitsgäste zweier Damen, die sich gerade das „Ja-Wort“ im Rathaus Schöneberg gegeben haben, ihre Luftschlangen im Mülleimer entsorgen.Exakt 362 Außenwerbeflächen an S-Bahnhöfen, Parks und stark befahrenen Radwegen wurden mit diesen Plakaten beklebt, womit die BSR rechnerisch fast 1,2 Millionen Menschen erreicht haben sollte.

Der Tagesordnungspunkt soll noch aber auf kommenden Woche verschoben werden, da es noch Änderungsbedarf in Detailfragen gibt. Pop sprach von vielfältigen Einzelmaßnahmen, die der Senat auf den Weg gebracht habe – gemeinsam mit den Hotels in Berlin und der BSR. So würden neben besseren Möglichkeiten zur Beseitigung von Sperrmüll, der Reinigung von Park- und Waldflächen sowie einer verstärkten Abfallberatung und Bewusstseinsbildung auch die bezirklichen Ordnungsämter personell verstärkt, erklärte Pop.

Diese Personen sollen sich neben ihren „vielfältigen Aufgaben“ auch (aber eben leider nicht ausschließlich) intensiver um die Stadtsauberkeit kümmern, wie es in dem Bericht heißt. Noch läuft dieses Projekt Gemeinsame Sache“ seit Jahren lokale Bürgeraktionen zur Reinigung öffentlicher Flächen. .

Saubere Stadt Gegen Müll und für mehr Bürgersinn in Berlin Ein neues Projekt soll die Berliner zu einem bewussteren Umgang mit ihrem Abfall erziehen. Am Freitag fiel der Startschuss. Auftakt einer stadtweiten Mitmach-Aktion zur Stadtverschoenerung mit BSR-Chefin Dr. Tanja Wielgoss, Tourismus-Chef Burkhard Kieker (r.) und Bezirksstadtrat Dr. Peter Beckers Foto: DAVIDS/Sven Darmer Gemächlich geht ein junger Mann mit Bierflasche, Bart und Seitenscheitel entlang der viele Meter langen, gewundenen Parkbänke.

Der Boden ist mit verblassten Schriftzügen in Grün, Schwarz und Silber überzogen, und auf der Wiese funkelt nicht der Morgentau, sondern eine unübersichtliche Zahl Kronkorken. Es ist Vormittag auf dem Annemirl-Bauer-Platz hinter dem Ostbahnhof. Einen besseren Ort hätten sich die Tourismuswerber von „Visit Berlin“ nicht suchen können, um eine Aktion für mehr Sauberkeit in der Stadt zu starten.

Eine zuerst im Internet stattfindende Aktion wird zwar nicht für kippenfreie Parks und fortgeräumte Fast-Food-Verpackung sorgen. Aber sie soll ein Anfang sein. Dies ist der Plan: An vier Terminen werden bis September rund um besonders auffällige Schmuddelzentren wie dem Annemirl-Bauer-Platz handflächengroße Holzaugen verteilt. Dort sind es an diesem Tag junge Mitarbeiter von „Visit Berlin“ in weißen T-Shirts mit dem Logo der Aktion.

Mit den anklebbaren Holzaugen ließen sich nun Schmutzorte markieren oder drollige Motive inszenieren. Claudia schiebt auf dem Bürgersteig einen herumliegenden Zigarettenfilter als Nase unter die Augen und plötzlich entsteht so ein Gesicht. „Mach’ ein Bild, twittere oder poste es mit dem Hashtag #AugenAufBerlin.“ Das Netzwerk „Service in the City“ und „Visit Berlin“ sammeln die Bilder im Netz, zeigen sie auf einer Webseite und prämieren die besten.

„Von den Städten der Welt hat nur New York mehr Gefällt-Mir-Meldungen.“ Die Idee mit den Fotografien gefällt Radfahrer Andreas, der eigentlich schon längst am Arbeitsplatz und beim Schnitt eines Werbeclips sein sollte. Claudia erklärt: „Es geht um Aufmerksamkeit, darum, einfach mal genau hinzugucken, wie es aussieht in der Stadt und was so alles herumliegt.“ „Ich wohne hier in der Gegend, bin hier geboren“, sagt der 31-jährige Andreas.



Und dass es wirklich nicht immer gleich Politiker braucht, um ein Problem zu lösen.“ Nach dem Start in Friedrichshain-Kreuzberg am Freitag sind weitere Aktionstage im selben Bezirk, an der Grenze von Kreuzberg zu Neukölln und in Wilmersdorf vorgesehen. Für Burkhard Kieker sind das Möglichkeiten, die Berliner auf die Internetseite des Projekts zu ziehen.

Tanja Wielgoß, Chefin der Berliner Stadtreinigung (BSR), die wie Bezirksstadtrat Peter Beckers (SPD) zum Termin gekommen ist, mag den Gedanken: „Wir bei der Berliner Stadtreinigung sind die professionellen Saubermacher. Aber wenn nicht alle in der Stadt mit anpacken, wird das nichts in Berlin.“ Seit Freitag ist die sehr bunt gestaltete Seite frei geschaltet.

Weitere sollen hinzukommen, jeder kann sich dort melden, sein Projekt vorstellen und um Unterstützer werben: ein Begegnungsraum für ein aufgeräumtes Berlin. Die bestehenden Bürgerinitiativen sind auf einer Stadtkarte dargestellt, so dass jeder Besucher der Seite sehen kann, was in seinem Kiez geschieht. Die Themen, nach denen die Projekte unterteilt sind, heißen etwa Umweltbildung, Kiezpflege, urban gardening und Kinder.

Es geht „Gegen die Wegwerfkultur“, heißt es auf der Seite. Gemeinsam werden dort unter Anleitung Dinge repariert, die sonst im Müll landen würden. Das Projekt „Berliner gießen Bäume“ ist ein Aufruf des „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“. Was zu tun ist, sei ganz einfach: Jeder Bürger möge einmal am Tag morgens oder abends „seinen ganz persönlichen Lieblingsbaum vor der eigenen Haustür oder in der Straße mit einem Eimer Wasser versorgen“.

Die Interessenten erhalten dazu von der BSR ein sogenanntes Kehrpaket. Darin befinden sich Handschuhe, Greifzangen, Besen, Mülltüten und BSR-Westen. Nach den Sommerferien sollen auch Schulklassen verstärkt in die Aktion #AugenAufBerlin einbezogen werden, sagt „Visit Berlin“-Chef Kieker. Dann beginnen an den Schulen die Projektwochen, und da lasse sich auch einiges mit dem Material anstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.